Schon als Kind war Berührung für mich eine natürliche Sprache. Meine Geschwister zu massieren gehörte einfach dazu – ohne Technik, ohne Ziel, nur aus dem Gefühl heraus. Früh wusste ich, dass ich mit meinen Händen arbeiten und Menschen begleiten möchte.
Auf der Suche nach einem Weg, dieses innere Wissen mit fachlichem Verständnis zu verbinden, führten mich verschiedene Schnuppererfahrungen schliesslich in die Physiotherapie. Nach der Matura absolvierte ich mein Physiotherapiestudium Bsc in Winterthur. der Grundstein für mein Verständnis des menschlichen Körpers und seiner komplexen Zusammenhänge wurde gelegt. Ich lernte, Funktionen zu verstehen und mit gezielten therapeutischen Impulsen Bewegung, Haltung und Heilungsprozesse zu unterstützen. Bereits während des Studiums merkte ich meine Begeisterung für die Osteopathie. Mich faszinierte wie durch sanfte Beweegungnen grosses erzielt werden kann. schliesslich führte mich das Bedürfnis nach mehr Tiefe und Ganzheitlichkeit zu einem berufsbegleitenden Masterstudium in Osteopathie. Dort öffneten sich für mich neue Räume: Ich lernte, feine Rhythmen wahrzunehmen, Spannungen zu spüren und dem Gewebe zuzuhören. Ich erkannte, wie stark Ernährung, Lebensstil und innere Haltung unsere Gesundheit beeinflussen – und wie viel Kraft in der Selbstregulation des Körpers liegt. Auch wenn mein Osteopathie-Diplom in der Schweiz nicht offiziell anerkannt ist, prägt dieses Wissen mein therapeutisches Handeln bis heute. Die bewusste Entscheidung, mich nicht in einen Anerkennungskampf zu begeben, sondern meinen eigenen Weg weiterzugehen, war für mich ein wichtiger Wendepunkt.
Diese Suche führte mich nämlich zur Craniosacraltherapie. Hier fand ich die Arbeitsweise, die meiner Haltung entspricht: ruhig, achtsam und ganzheitlich. Mit sanften Berührungen begleite ich Menschen dabei, wieder in Kontakt mit sich selbst zu kommen, ihre Ressourcen wahrzunehmen und neue Balance zu finden.
Als Komplementärtherapeutin begleite ich heute Menschen auf ihrem individuellen Weg. Ich unterstütze sie dabei, ihre eigene Wahrnehmung zu stärken und ihre persönlichen Ressourcen zu entdecken. Sanfte Berührung, feine Impulse und präsente Begleitung stehen dabei im Mittelpunkt – nicht, um etwas zu „machen“, sondern um dem Körper Raum zu geben, sich zu erinnern und seine eigenen Kräfte zu entfalten. Der Mensch in seiner Ganzheit steht für mich dabei stets im Zentrum.